Eine schöne Abwechslung und ein wunderbares Erlebnis beim Radeln auf dem Lechradweg ist eine Kahnfahrt in Augsburg. So erlebt man die Fuggerstadt aus einer neuen Perspektive.
Nach ein paar kräftigen Schlägen mit den Paddeln gleitet das Ruderboot über das Wasser. Die „Augsburger Kahnfahrt“ bietet am Stadtgraben beim Oblatterwall ein kleines sportliches Vergnügen inmitten der Natur und in einem historischen Ambiente. Mitten in der Stadt eröffnet sich hier eine überraschend ruhige Oase.
Paul Kurz eröffnete am 1. Mai 1876 vor dem Stadtgraben mit drei Ruderbooten ein Freizeitvergnügen für Augsburger. Die Mietboote waren gleich ein voller Erfolg. Es gab auch ein kleines Kahnfahrt-Lokal, sodass das Vergnügen komplett war. Im Jahre 1930 übernahm die Tochter Käthe von Paul Kurz Käthe, den Bootsverleih. Im Jahre 1981 übernahm Käthes Nichte, Erna Balogh, den Bootsverleih. Heute sind die Ute und Christian Leib die neuen Pächter.
Am Kiosk und im Café werden hausgemachter Obazda mit Laugengebäck, bayerscher oder Schweizer Wurstsalat mit Bauernbrot, Brotzeitbrettl, Käsebrettl und geräucherter Saibling angeboten. Dazu passt ein Glas Bier vom Brauhaus Riegele.
Bertolt Brecht verbrachte seine Jugend gegenüber der Kahnfahrt. Er ging oft auf der Kastanienallee am Stadtgrabens spazieren. Über diese Kulisse schrieb er: Vorbei an meinem väterlichen Haus führte eine Kastanienallee entlang, dem alten Stadtgraben...“ An der Kahnfahrt küsste Brecht hat Brecht seine Jugendliebe Marie Amann zum ersten Mal. Der romantische Ort der Augsburger Kahnfahrt ist heute noch ein beliebt für Heiratsanträge und Dates.
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Über den Autor*Innen
Gabi Dräger
Wo findet man Gabriele Dräger in den Bergen? Natürlich in einer Alm bei einer Brotzeit., denn Almen mit guter Küche ziehen sie magisch an. Gipfel nimmt sie auch hin und wieder mit. So hat sie einige 5.000er beim Trekking in Süd Amerika und Nepal, bestiegen. Ihre Hochleistung war der Kilimandscharo mit 5.895 Meter. Kultur und Brauchtum faszinieren sie genauso, wie Städte und Kunstausstellungen. Obwohl sie gerne in urigen Berghütten übernachtet ist sie dem Luxus von guten Hotels nicht abgeneigt.